Mittwoch, 20. September 2017

Ryanair hat ihr Flugchaos selbst verursacht

Von wegen, die anderen sind schuld: Die Turbulenzen bei Ryanair um mehr als 2.000 gestrichene Flüge ist selbst verschuldet und basiert offenbar auf einer grandiosen Fehlleistung der Personalabteilung – und auf einem Aderlass bei den Piloten. „Dieses Chaos ist auf unser eigenes Handeln zurückzuführen“, gesteht Ryanair-Chef Michael O’Leary und entschuldigt sich bei seinen Kunden.
Heute stehen 58 Flüge auf der Streichliste, gestern waren es 55 Verbindungen. Auch Flüge von und nach Deutschland. Und das soll noch bis Ende Oktober so weitergehen. Jeden Tag sind rund 10.000 Passagiere betroffen, insgesamt an die 400.000. Ryanair verspricht kostenlose Umbuchungen oder Rückzahlung des Ticketpreises.

Tausende Passagiere haben Recht auf Entschädigung
Doch damit ist es nicht getan. Zumindest für die kurzfristigen Flugausfälle stehen tausenden Passagieren zusätzlich Entschädigungszahlungen bis zu 400 Euro zu. Das allein kann Ryanair bis zu 50 Millionen Euro kosten.
Auch hier signalisiert die sonst streitbare Ryanair Einsicht. „Jene Passagiere, die keinen alternativen Flug nehmen können oder wollen, erhalten eine vollständige Erstattung und sowie die ihnen zustehenden Entschädigungen im Rahmen der EU261-Verordnung.“ Das bedeutet, diejenigen, die umbuchen, erhalten keine Entschädigung.

Hunderte Piloten bei Ryanair auf dem Abflug
„Ryanair-Mitarbeiter sagen uns, es werden Flüge gestrichen, weil Piloten das Weite suchen“, erklärte ein Sprecher der Vereinigung Cockpit der „Mitteldeutschen Zeitung“ den Grund für die Flugausfälle. Die internationale Pilotenvereinigung Ialpa spricht von 700 Piloten, die Ryanair im letzten Finanzjahr verlassen hätten. Hintergrund sind die immer wieder angeprangerten Vertragsbedingungen der Piloten, die nicht angestellt sind, sondern als Freiberufler für Ryanair arbeiten.
Mehr als 100 Piloten sind offenbar von Ryanair zu Norwegian gewechselt, was auch die Gespräche der beiden Billigflieger über eine Kooperation und Zubringerflüge belastet haben dürfte. Jedenfalls sind die Verhandlungen beendet, schreibt die „Irish Times“. Norwegian hat inzwischen mit Easyjet eine Zusammenarbeit vereinbart.

Veränderte EU-Regel verschlafen
Zugespitzt habe sich die Situation auch, weil Ryanair es versäumt habe, sich auf eine EU-Regelung vorzubereiten, die den Einsatz der Piloten zeitlich begrenzt. Eine bisher geltende Ausnahmenregelung für Irland laufe aus, berichten irischen Medien. Deshalb müssten viele Flugzeugführer jetzt Urlaub machen.
Boss Michael O’Leary dementiert den Aderlass an Flugzeugführern in einer Pressemitteilung: "Ryanair hat keinen Mangel an Piloten, aber wir haben Schwierigkeiten mit der Planung des Jahresurlaubs unserer Piloten für September und Oktober 2017, weil wir versuchen, die Verteilung des gesamten Jahresurlaubes in einem 9-monatigen Zeitraum von April bis Dezember umzusetzen." Damit wolle Ryanair zurück auf das Kalenderjahr.

Quelle: Gloobi.de/Thomas Hartung

Fast alle Hotels sind wieder in Betrieb

In den meisten Regionen Kubas hat sich die Lage nach dem Hurrikan "Irma" wieder normalisiert. Das meldet der Kubaspezialist Aventoura.
Demnach ist die touristische Infrastruktur nur auf Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria stärker betroffen. Hier bleiben die Hotels bis voraussichtlich November geschlossen. Alle anderen Hotels in Cuba seien nahezu wieder uneingeschränkt in Betrieb, so der Veranstalter.

Ausgenommen ist Varadero, wo einige Häuser wegen Reparaturen noch bis maximal Ende September geschlossen bleiben. Auch die DER Touristik berichtet von einer Rückkehr zur Normalität. In den meisten Einrichtungen in Havanna und im Landesinneren laufe vieles wieder normal. Sämtliche Hauptverkehrsstraßen im Landesinneren seien frei befahrbar. Für Strandaufenthalte bestünden zahlreiche Alternativen, wie in Guardalavaca, in den meisten Hotels in Varadero, in Playa Ancón bei Trinidad oder auch auf Cayo Largo.

Trotz der sich bessernden Lage bringt die DER Touristik bis 27. September keine neuen Gäste nach Kuba. Reisen nach Cayo Coco, Cayo Gullermo und Cayo Santa Maria werden bis 30. November abgesagt.

Quelle: Travel.one

Mittwoch, 30. August 2017

Emirates: Gute Plätze kosten mehr

Emirates hat die Gebühren für Sitzplatzreservierungen zum 20. August umgestellt. Wer einen der besseren Plätze in der Economy Class ergattern will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als bisher. Denn der Golf-Carrier bietet jetzt Sitzplätze in vier Kategorien an. Innerhalb der Kategorien variiert der Preis zudem nach Flugdauer, Saison und Verfügbarkeit. Erstmals können auch Plätze am Notausgang reserviert werden – für maximal 120 Euro pro Segment.

Bisher kostete eine Platzreservierung je nach Entfernung zwischen zehn und 35 Euro pro Segment. In der neuen Kategorie „Normal“ liegt der Preis nun zwischen zehn und 30 Euro. Reisende mit Flex- und Flex-Plus-Tarif bekommen die Reservierung hier weiterhin kostenlos.

Als „bevorzugt“ bietet Emirates Plätze im vorderen Teil der Economy Class an. Der Preis: 25 bis 75 Euro. Die Kategorie „Zweiersitz“ umfasst Reihen mit nur zwei Sitzen hinten in den Boeing 777 und oben im Airbus A380. Die Reservierung kostet 30 bis 100 Euro. Plätze „mit zusätzlicher Beinfreiheit“ an den Notausgängen kosten 50 bis 120 Euro. Sie können bis zu sechs Stunden vor Abflug reserviert werden.

In den globalen Reservierungssystemen sind vorerst nur Reservierungen für normale Sitze möglich, die speziellen Plätze sind nur auf der Website von Emirates zu finden. Man arbeite aber daran, sie auch in den GDS anzubieten, heißt es von der Fluggesellschaft.

Quelle: touristik-aktuell.de; Emirates